Mobility goes Additive – VDI Students Competition

Wie kann die Additive Fertigung eine gute Idee zu einem guten Produkt machen? Welche Möglichkeiten bietet sie Ingenieuren in der Zukunft, um neue Produkte noch näher an die Wünsche der Kunden zu bringen? Und wie schaffe ich es dabei, die Wirtschaftlichkeit meines Unternehmens im Blick zu behalten?

Vom 28. Februar bis 1. März entwickelten neun europäische Studentengruppen bei der Mobility goes Additive – VDI Students Competition in Berlin mittels Additiver Fertigung visionäre Konzepte für die Mobilität der Zukunft. Um auf diese Fragen zunehmender autonomer Mobilität der Zukunft Antworten zu finden, hatten sich neun interdisziplinäre Teams deutschsprachiger Universitäten bei der Mobility goes Additive – VDI Students Competition angemeldet.

Aufgabe

Die Aufgabe war es, binnen eines Wochenendes ein Produkt für den Personal Mobility Space zu entwickeln. Weiterstgehend vorgabefrei hinsichtlich der Zielgruppe oder Verkehrsmittel mussten auch die finalen Produkte nicht zwingend additiv zu fertigen sein. Schnell wurde aber in allen Gruppen klar, dass AM im Entstehungsprozess und in der Fertigung erster Kleinserien ein entscheidender Erfolgsfaktor sein kann.
Am Sonntag präsentierten die Teams schließlich ihre Ergebnisse der Jury: von Infotainment-Systemen in einer Art „personalisierter Helm“ über die Funktions- und Gewichtsoptimierung von Armlehnen bis hin zu ganz neuen Sitzsystemen mit additiv gefertigten Federelementen oder neuen Verankerungstechniken. Neben der technischen Umsetzung der Produkte wurden aber auch die englische Business Presentation, der Business Plan, sowie Teamwork bewertet.

Sieger

Gewonnen hat das Team der TU Darmstadt mit ihrem Konzept von ChairyWear ™, einer zum Teil gedruckten Orthese, die Menschen mit Gehbehinderung unterstützt und mit der sie ihren eigenen Sitz immer am Körper tragen. Die individualisierte Orthese fährt beim Beugen der Beine zwei Stützen aus und lässt sich am Hinterteil an dafür vorgesehenen Gegenstücken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Zügen oder Flugzeugen verankern. Dann fungiert die Orthese als eigener „mitgebrachter“ Sitz, im Verkehrsmittel selbst muss nur eine Rückenpolsterung sowie der Einhakmechanismus vorgehalten werden. Chairywear ™, „the chair to wear“, hilft aber nicht nur beim Sitzen, sondern soll mit eingebauten Federn auch beim Aufstehen unterstützen.
Das Team bekommt als Gewinn Tickets für das Additive Manufacturing Forum 2020 in Berlin sowie die Möglichkeit, sich und ihr Produkt auf einem eigenen Stand zu präsentieren. Außerdem bot Volkswagen als Sponsor kurzerhand an, mit einem Praktikum im Konzern Fuß fassen zu können.
Die Plätze zwei und drei gingen ans Technikum Wien und die Universität Augsburg für Sitzkonzepte mit personalisierten Einstellungsmöglichkeiten. Die Teams dürfen sich über einen exklusiven Besuch in Airbuswerken und eine hochwertige Schulung bei Altair freuen.

Zweite Auflage im nächsten Jahr

Aufgrund der Begeisterung bei den Teams, uns und dem VDI wollen wir die Competition im nächsten Jahr unbedingt wiederholen!
Auch im nächsten Jahr im Industrial Additive Manufacturing HUB (IAM Hub) in Berlin, dann aber mit einer noch größeren Anzahl noch internationalerer Teams.

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